* ANNI *
Berlin, Germany

Mein Haus. Mein Pool,.....meine Kühe! --------------------------------------- Hi, ich bin Anni. Und ich liebe es, neue Ideen für unsere Familien-Reise zu schmieden. Am besten sollten sie Low-Budget sein. Und genau darüber schreibe ich auch! Wenn dir die Begriffe wwoofing, housesitting, homeexchange noch nicht so geläufig sind, möchte ich dich dazu inspirieren, deine normale Reise-Komfortzone zu verlassen und Neues zu erleben. Wer selbst mit seinen Kids schon Erfahrungen mit diesen Reiseformen gesammelt hat - meld dich, let´s vernetz!

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    wwoofing mit kind
    Allgemein Geld sparen Reise

    TIPPS FÜR WWOOFING MIT KINDERN

    By on 13. März 2016

    Wer hat nicht gerne als Kind davon geträumt, mal wie „Michel aus Lönneberger,  „Heidi“ mit dem Geißenpeter in den Bergen, Little Joe wie in „Bonanza“ oder Familie Ingalls in „Unsere kleine Farm“ zu leben?

    Die wunderbare Natur, frische Luft und ein Gefühl von Freiheit sind auf einer Farm mit das Schönste, was man im Urlaub (besonders als Städter-Familie) erleben kann. Nicht zu verachten ist auch der Adventure-Anteil: ob beim Baumfällen, Kühe treiben, Gänse füttern, Macadamia-Nüsse ernten oder Bullen kastrieren….–auf einer Farm ist immer was los und es gibt immer was zu tun!

    Wie ihr mehrere Tage, Wochen oder auch Monate als Familie auf einer Farm leben könnt und dabei noch ganz umsonst, werden ich euch im Folgenden mit praktischen Tipps und Erfahrungen erklären.

    1. Anmeldung und Erstellen eures persönlichen Wwoofing- Profils

    Zuerst muss man sich als Mitglied/ Volunteer auf der jeweiligen Wwofing-Seite des gewünschten Landes anmelden, z.B. für Neuseeland: http://www.wwoof.co.nz/

    Die Mitgliedschaft beträgt derzeit ca. $ 40.

    Anschließend sollte das eigene Profil bearbeitet werden, damit die Gastgeber schon mal einen ersten Eindruck bekommen.

    Hier ist ein Beispiel, wie eine Profilbeschreibung aussehen könnte:

     

    wwoofing-family

    Unser Profilbild im Januar – kurz vor der Abreise

    INTRODUCTION

    We are a family from Berlin/ Germany: Bob(37), Anni (33) and Lilly (8 month). We are going to leave our city in February for 3 month of travel in NZ – to explore, to live a simple life, to go walking and hiking and to spend quality time together as a small family.

    We are looking for a host on the north island for a few days up to 2 weeks between march and april.

    We are keen on learning new skills and expanding our knowledge. We want to join wwoofing because it is an awesome way to get involved and to get our hands and feet into the land. We are open minded, ready to help and to try new things and we do not shy away from hard work … with animals, gardening, cooking or general farm work. We’re especially interested in learning about the daily life on a farm or family garden in NZ and to get to know the real country with its people. We are motivated and enthusiastic, keen to learn, reliable, trustworthy, sociable and clean. We love meeting new people, sharing experiences and meals together. We look forward to WWOOFing :)

    Our Skills:

    Anni: cooking, gardening, cleaning….

    Bob:….

    Lilly: eating, sleeping, laughing, rolling

    etc…..

    Dem Thema habe ich einen eigenen Beitrag gewidmet:„Erstellung eines Killer-Profils“

     2. Finde „kinderfreundliche“ Wwoofing-Gastgeber 

    Die Organisation http://wwoofinternational.org/) ermöglicht es „Wwoofern“ – also den „Gästen“ – weltweit, auf Bauernhöfen und Farmen 5-7 Stunden gegen Essen und Unterkunft mitzuarbeiten.

    Nach Klick auf ein Land, z.B. Neusseland: http://www.wwoof.co.nz  kann man in den Filtereinstellungen direkt nach Wwoofing Hosts in Verbindung mit Kindern suchen:

    wwoofing mit kindern

    In Neuseeland  habe ich über 400 Hosts (Gastgeber) gezählt, die offiziell Familien mit Kindern aufnehmen und auch den entsprechenden Platz haben. Die „Dunkelziffer“ ist aber weitaus höher. Wir haben damals auch nicht direkt gekennzeichnete Farmen für Kinder angeschrieben und hatten trotzdem Glück.

    Und nun heisst es Profile durchstöbern und sich die schönste und interessantesten Hosts raussuchen. Wir haben mehrere Farmen an verschiedenen Orten angeschrieben, um den Aufenthalt mit Ausflügen und Landerkundungen zu verbinden. Wir blieben zwischen 10-21 Tagen an einem Ort.

    Hier mal ein Beispielprofil eines kinderfreundlichen Wwoofing-Hosts auf der neuseeländischen Südinsel, nachdem man sich eingeloggt hat:

    wwoofing mit kindern

    wwoofing mit baby

    Neben einer allgemeinen Beschreibung  der Farm bzw. des Hosts findest du auch Informationen zu möglichen Schlafplätzen, den gewünschten Mindestaufenthalt, Essensangebot, Art oder Aufteilung der Arbeit und benötigte Anforderungen./Skills.

    wwoofing neuseeland mit kind

    wwoofing mit baby neuseeland

    wwoofing mit kindern farmarbeit

    Anschliessend geht’s daran, alle interessanten Hosts zu kontaktieren. Wir hatten damals eine Erfolgsquote von ca. 10: 1. Also von 10 angeschriebenen Hosts hatte einer auch Zeit in unserer gewünschten Farm uns aufzunehmen. Insbesondere ist uns aufgefallen, dass uns viele deutschnamige Hosts ( Aussteiger) positiv geantwortet haben. Gerne nehmen diese Familien anscheinend Leute aus der alten Heimat auf.

    3. Welche Informationen sollten in das erste Anschreiben?

    Wichtig ist bei dem ersten Anschreiben, dass euch der Wwwofing-Host einschätzen kann und  eine Idee bekommt, wer ihr alle seid und wie ihr konkret helfen könnt. Packt noch ein paar Fotos hinzu und schreibt so individuell wie ihr könnt.

    Am besten ist es rechtzeitig mit der Kontaktaufnahme anzufangen. Wir haben 2 Monate vorher gestartet, was recht knapp war.

    Die wichtigsten Punkte sind:

    • Wer seid ihr? Wie alt seid ihr?
    • Ungefährer Zeitraum des Aufenthaltes: Es kann sein, dass zu bestimmten Zeiten des Jahres Wwoofing-Gastgeber zu sehr beschäftigt sind, oder schon Gäste haben oder die Arbeit derzeit nicht angebracht (zu gefährlich) ist, um Kinder um sich zu haben.
    • Welche Skills habt ihr als Eltern? Gibt es etwas, was ihr besonders gut könnt? Seid ihr handwerklich begabt, könnt gut fotografieren, übersetzten, kochen, gärtnern etc…?
    • Anzahl der Kinder
    • Alter der Kinder bzw. welche Kinder mithelfen können.
    • Gibt es besondere Einschränkungen im Essen? Gibt es Allergien bei den Kindern? Wenn eins der Kinder furchtbar allergisch gegen Katzenhaare ist, dann ist ein Bauernhof mit Tieren wahrscheinlich weniger geeignet.
    • Insbesondere könntet ihr auch schon Ideen mitschicken wie die Arbeit mit Baby aufzuteilen.

    a) arbeiten mit Baby auf dem Rücken in Trage
    b) arbeiten und Baby vergnügt sich auf einer Decke nebendran

    c) Partner wechseln sich mit dem Arbeiten ab um das Baby zu beaufsichtigen
    d) weitere Ideen….

    Nachdem der erste positive Kontakt erstellt wurde, könntet ihr im Anschluss noch folgende Fragen stellen::

    • Gibt es andere Kinder auf der Farm?
    • Wie sicher ist der Hof für die Kinder?
    • Gibt es Regeln bei der Unterbringung? Werden wir im Austausch mit anderen WWOOFer sein?
    • Welche Art von Jobs stehen uns / den Kindern zur Verfügung?
    • Wie wird die Arbeitszeit sein?
    • Wird die Arbeitsstelle in der Nähe der Unterkunft sein?
    • Benötigen wir ein separates Transportmittel?

    Bitte denkt daran, dass ihr euch nicht entmutigen lasst falls euch abgesagt wird und seid nicht beleidigt wenn ein Gastgeber kein Interesse/ keine Zeit hat, euch als Familie aufzunehmen. Es gibt dafür oft eine Menge plausibler Gründe. Bleibt einfach dran und geht über zu weiteren Gastgeber-Profilen.

     

    Habt ihr weitere Tipps oder andere Erfahrungen gemacht?

    Lasst es mich wissen….

     

    xxx Anni

     

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